Falsifizierbarkeit – ein unnötig hartes Kriterium

Aufrufe: 4882Philipp Wehrli, 19. Februar 2006 In Diskussionen mit Wissenschaftern oder Philosophen fällt oft der Einwand, eine Aussage sei „nicht falsifizierbar“ oder nicht „empirisch überprüfbar“. Viele Wissenschafter und Philosophen glauben, damit sei jede weitere Diskussion überflüssig, denn nicht falsifizierbare Aussagen seien reine Spekulation. Ich bin der Ansicht, dass weder Falsifizierbarkeit, noch empirische Überprüfbarkeit ein notwendiges…

Solipsismus

Aufrufe: 1287Philipp Wehrli, 6. Mai 2006   Solipsismus heisst der Glaube, ich sei das einzige bewusst denkende Lebewesen im Universum. Die meisten Philosophen gehen davon aus, dass Solipsismus zwar keine sinnvolle Annahme sei, dass er aber nicht widerlegt werden könne. Ich zeige hier mit Hilfe von Bayes Erkenntnisformel, dass der Solipsismus eine sehr unwahrscheinliche Möglichkeit…

Der Satz von Turing

Aufrufe: 1195    Philipp Wehrli, 21. Juli 2006 Von einer mathematischen Sprache erwarten wir, dass alle Begriffe eindeutig definiert sind und dass entscheidbar ist, ob eine Ansammlung von Zeichen einen Begriff definiert oder ob es sich nur um eine bedeutungsleere Anordnung von Zeichen handelt. Der Satz von Turing zeigt, dass kein Verfahren gibt, mit dem…

Der kartesische Dämon oder was wir wissen können

Aufrufe: 1608Philipp Wehrli, 21. Oktober 1998 René Descartes wollte sich nirgends auf Annahmen und Glauben verlassen, sondern eine unbezweifelbar wahre Philosophie und Naturwissenschaft schaffen. Grundbaustein seiner Philosophie sollte der unbezweifelbare Satz “cogito ergo sum” sein: “ich denke, also bin ich”. Mit dem faszinierenden Gedankenexperiment vom kartesischen Dämon begründete er diesen radikalen Skeptizismus. Kurze Einleitung Stellen…

Kants a priori – Erklärung und Kritik

Aufrufe: 5090Philipp Wehrli, 27. Dezember 2009, überarbeitet am 8. August 2011 Bei den Betrachtungen auf meiner Homepage gerate ich verschiedentlich in Konflikt mit Kants Erkenntnistheorie, insbesondere in meinen Artikeln zum Induktionsprinzip und zur Relativitätstheorie. Da viele Immanuel Kant in Sachen Erkenntnistheorie immer noch als Autorität schlechthin betrachten, muss ich diese Konflikte näher erläutern. Ich will…

Die Induktion als Grundlage der Erkenntnistheorie

Aufrufe: 1105Philipp Wehrli, 25. April 2003, überarbeitet am 16. Februar 2007 und am 6. Dezember 2009 Beim Induktionsproblem handelt es sich um das Schlüsselproblem der Erkenntnistheorie, nämlich um die Frage, in wie fern wir aus gemachten Erfahrungen auf zukünftige schliessen können. Dabei verwenden verschiedene Autoren den Begriff “Induktion” unterschiedlich. Manche meinen damit einen Schluss von…

Deduktion – Macht und Grenzen der Mathematik

Aufrufe: 1553Philipp Wehrli, 21. Oktober 1998 Im Gegensatz zur Induktion und zu den Naturwissenschaften, die immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind, gelten die Sätze der Mathematik als unbezweifelbar exakt. Solange wir uns an die mathematische Strenge halten, können wir nicht fehlgehen. Daher liegt die Idee nahe, unsere gesamte Erkenntnis und Wissenschaft auf reiner Mathematik…

Das anthropische Prinzip

Aufrufe: 1091Philipp Wehrli, 4. März 2006 Unser Universum ist geradezu perfekt darauf abgestimmt, bewusst denkende Beobachter hervorzubringen. Nach dem anthropischen Prinzip ist diese überragende Feinabstimmung notwendig: “Die Umgebung, die ein bewusst denkender Beobachter wahrnimmt, ist so, dass ein bewusst denkender Beoabachter in dieser Umgebung überleben kann.” Diese Aussage scheint je nach Auslegung trivial oder falsch….

Bayes Erkenntnisformel

Aufrufe: 1249Philipp Wehrli, 12. März 2006, ergänzt am 26. Dezember 2013 um den Abschnitt Bedeutung. Bayes Erkenntnisformel ist für die Erkenntnistheorie das, was Darwins Evolutionstheorie für die Biologie ist. Thomas Bayes zeigte, wie aus fast vollständiger Unwissenheit Schritt für Schritt Erkenntnis wachsen kann, so wie Darwin erklärte, wie sich aus fast unbelebter Materie Schritt für…